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Karriereseite: Aufbau, Bausteine und Kosten für den Mittelstand

Von Tim Höltkemeyer Zuletzt geprüft · 10 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

Eine Karriereseite ist der Bereich der eigenen Unternehmenswebsite, in dem offene Stellen veröffentlicht werden und Bewerbungen eingehen. Jede Stelle steht auf einer eigenen Seite mit Aufgaben, Arbeitszeit, Gehalt, Einsatzort und Bewerbungsweg. Ergänzt wird sie durch Informationen zum Arbeitsalltag, zur Ausbildung und zum Ablauf der Bewerbung. Mit strukturierten Daten erscheinen die Stellen auch in der Google-Jobsuche.

Aufbau
eine eigene Seite je Stelle
Angaben
Gehalt, Arbeitszeit, Einsatzort, Ansprechperson
Bewerbung
Kurzbewerbung in wenigen Minuten, ohne Konto
Google-Jobsuche
kostenlos, über JobPosting auf jeder Stellenseite
Inhalt 12 Abschnitte
  1. Was Bewerber auf einer Karriereseite suchen
  2. Eine Seite je Stelle
  3. Kurzbewerbung in wenigen Minuten
  4. Ausbildungsseite für Schüler und Eltern
  5. Stellen in mehreren Sprachen
  6. Google for Jobs: der Weg in die Jobsuche
  7. Eigene Karriereseite, Bewerbermanagementsystem oder Jobbörse
  8. Die häufigsten Fehler
  9. Prüfliste für eine Karriereseite
  10. Aus der Praxis
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen

Für viele Bewerber ist die Website eines Unternehmens die erste Adresse, bevor sie sich melden. Eine Karriereseite beantwortet dort die Fragen, die über eine Bewerbung entscheiden: was die Stelle bietet, was sie verlangt und wie schnell der Weg zum Gespräch ist. Für Unternehmen im Mittelstand ist sie weniger ein Imagetext als ein Werkzeug, das die Personalabteilung selbst pflegt und das Stellen auch in die Jobsuche von Google bringt.

Was Bewerber auf einer Karriereseite suchen

Eine Befragung des Bewerbermanagement-Anbieters softgarden von 2024 zeigt, welche Rolle die eigene Website spielt: 69,1 Prozent der Befragten nennen sie als wichtigste Quelle, um sich über einen Arbeitgeber zu informieren, knapp vor den Jobbörsen mit 68 Prozent. Rund 28 Prozent bewerben sich bei Unternehmen ohne eigene Karriereseite gar nicht.

69,1 %nennen die Unternehmenswebsite als wichtigste Informationsquelle
91,5 %erwarten dort die offenen Stellen
73 %wünschen eine persönliche Ansprechperson mit Namen
45 %wünschen Einblicke per Bild oder Video

Quelle: softgarden, Karriere-Websites: Was wollen Bewerber?, 11.06.2024 (Anbieterstudie).

Nach den Stellen folgen in der Befragung Kontaktdaten, Informationen zum Ablauf der Bewerbung und zum Einstieg. Einen Chatbot als Kontakt bevorzugen dagegen nur 1,7 Prozent. Eine Karriereseite ist deshalb vor allem eine gut sortierte Sammlung konkreter Angaben, ergänzt um echte Fotos aus Halle, Werkstatt oder Büro und um die Menschen, die sich um Bewerbungen kümmern.

Eine Seite je Stelle

Der wichtigste Baustein ist unscheinbar: Jede offene Stelle bekommt eine eigene Seite mit eigener Adresse. Eine Liste aller Stellen dient nur zur Übersicht, ein PDF zum Herunterladen ersetzt keine Stellenseite. Auf der einzelnen Seite stehen:

  • Aufgaben und Anforderungen in kurzen Absätzen,
  • Arbeitszeit oder Schichtmodell, Beginn und Einsatzort oder Einsatzgebiet,
  • Gehalt oder Gehaltsspanne, dazu Zuschläge und Urlaubstage,
  • eine Ansprechperson mit Namen, Foto und Telefonnummer,
  • der Weg zur Bewerbung, sichtbar ohne langes Scrollen.

Laut StepStone sind unklare Angaben zu den Jobdetails mit 62 Prozent der häufigste Grund, eine Bewerbung abzubrechen. Eine eigene Seite je Stelle ist außerdem die Voraussetzung dafür, dass die Stelle in der Jobsuche von Google erscheinen kann.

Gehalt, Arbeitszeit, Einsatzort: Angaben statt Floskeln

Vorteile aufzuzählen, ist längst Standard. Die Bertelsmann Stiftung hat rund 34,1 Millionen Stellenanzeigen ausgewertet: 2024 enthielten 84,8 Prozent mindestens einen Benefit, im Schnitt 9,55 je Anzeige, nach 3,59 im Jahr 2019. Eine ausdrückliche Gehaltsangabe hatten dagegen nur 16,9 Prozent. Indeed kommt in einer eigenen Auswertung vom Mai 2026 auf 12,5 Prozent, im europäischen Vergleich der niedrigste Wert.

Großbritannien56 %
Niederlande48 %
Frankreich43 %
Deutschland, Transport22,3 %
Deutschland, gesamt12,5 %
Anteil der Stellenanzeigen mit konkreter Gehaltsangabe. Quelle: Indeed, Pressemitteilung vom 19.05.2026.

Auf der Bewerberseite sieht es anders aus: Laut einer Indeed-Umfrage vom Januar 2025 bewerben sich 61 Prozent der Befragten in Deutschland eher auf Anzeigen mit Gehaltsangabe. Für Berufe in Logistik, Produktion und Handwerk heißt das: Stundenlohn oder Monatsgehalt, Schichtzulagen, Tourenart, Heimfahrten und Führerscheinklasse gehören auf die Seite, und zwar als Zahl.

Merksatz

Vorteile listet heute fast jede Anzeige. Was eine Stelle unterscheidet, sind Zahlen: Gehalt, Arbeitszeit, Einsatzort.

Gehaltsangabe und Entgelttransparenz: der Stand

  • Die EU-Richtlinie. Nach Artikel 5 der Richtlinie (EU) 2023/970 haben Bewerber das Recht, vom künftigen Arbeitgeber Informationen über das Einstiegsentgelt oder dessen Spanne zu erhalten. Nach der bisherigen Entgeltentwicklung dürfen Arbeitgeber nicht fragen, Stellenausschreibungen und Berufsbezeichnungen haben sie geschlechtsneutral zu halten.
  • Die Umsetzung in Deutschland. Die Frist zur Umsetzung endete laut NAVIT am 7. Juni 2026. Ein Referentenentwurf lag nach dem Stand vom 10. August 2026 nicht vor, NAVIT rechnet mit einem Gesetz frühestens Anfang 2027.
  • Diskriminierungsfreie Anzeigen. Hinweise zur Formulierung von Stellenanzeigen gibt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Leitfaden „Fair in den Job!“.

Was daraus für die einzelne Stellenanzeige folgt, ist eine Frage des Einzelfalls und des künftigen deutschen Gesetzes.

Kurzbewerbung in wenigen Minuten

Der zweite Baustein ist ein kurzer Bewerbungsweg. Laut StepStone möchten 62 Prozent der Bewerber sich in weniger als zehn Minuten bewerben können. Als Gründe für einen Abbruch nennen 34 Prozent komplizierte oder doppelte Formularfelder und 31 Prozent den Zeitaufwand. 78 Prozent lesen Stellenanzeigen regelmäßig auf dem Smartphone. In der Candidate-Experience-Studie 2026 von softgarden halten 76,3 Prozent eine einfache Online-Bewerbung für wichtig.

Eine Kurzbewerbung fragt deshalb nur, was für den ersten Kontakt nötig ist:

  1. Name und Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.
  2. Frühester Beginn, bei Bedarf Führerscheinklasse oder Abschluss.
  3. Lebenslauf als Datei oder Foto, freiwillig.
  4. Eine Bestätigung mit dem nächsten Schritt und der Zeit bis zur Antwort.

Konzept für den Elektrobetrieb BONGARTZ: Kurzbewerbung „Elektroniker/in für Gebäudetechnik“ mit den Feldern Name, Telefon und optionalem Lebenslauf. Das Telefonfeld zeigt einen deutlichen Tastaturfokus, daneben steht, wie ein Screenreader das Feld vorliest.

Kurzbewerbung mit drei Feldern und sichtbarem Tastaturfokus · Konzept BONGARTZ

Ein Anschreiben, ein Benutzerkonto oder das Hochladen aller Zeugnisse gehören nicht in den ersten Schritt. Das Formular muss sich per Tastatur und mit Screenreader bedienen lassen. Die WCAG 2.2 des W3C enthalten dafür unter anderem Kriterien gegen doppelte Eingaben, für einen nicht verdeckten Tastaturfokus und für Schaltflächen von mindestens 24 × 24 Pixeln.

Nach dem Absenden zählt die Antwort. In der softgarden-Studie 2026 nennen 44,0 Prozent ausbleibende Antworten auf E-Mails als Grund für Unzufriedenheit mit dem Bewerbungsprozess. Ein Satz wie „Wir rufen innerhalb von zwei Werktagen zurück“ ist nur so viel wert wie der Ablauf dahinter.

Ausbildungsseite für Schüler und Eltern

Laut BIBB blieben 2025 rund 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt. Zum Stichtag 30. September suchten zugleich rund 84.400 junge Menschen weiter nach einem Platz.

476.000neue Ausbildungsverträge 2025
54.400Ausbildungsstellen blieben unbesetzt
84.400junge Menschen suchten weiter

Quelle: BIBB, Der Ausbildungsmarkt im Jahr 2025, 10.12.2025, gerundet.

Eine Ausbildungsseite richtet sich an zwei Lesergruppen: an Schülerinnen und Schüler, die einen Beruf suchen, und an Eltern, die mitentscheiden. Beide brauchen dieselben Fakten in unterschiedlicher Sprache. Dazu gehören die Ausbildungsberufe, die Zahl der Plätze, die Vergütung je Lehrjahr, die Chancen auf Übernahme, der Ablauf von Bewerbung und Probetag und eine Ansprechperson. Ein eigener Abschnitt für Eltern kann erklären, was der Betrieb bietet und wie die Ausbildung organisiert ist. Fotos und kurze Aussagen echter Azubis zeigen den Alltag besser als jede Beschreibung.

Aus der Praxis · KonzeptHINSEN Anlagenbau · Ausbildungsseite mit direktem Draht zu den Azubis

Messenger nur als Option

Ein Messenger-Kontakt, etwa zu den Azubis, senkt für Schulabgänger die Hürde, eine erste Frage zu stellen. Er ersetzt aber nicht die Kurzbewerbung und sollte nie der einzige Weg sein.

Wichtig

Für den Einsatz von WhatsApp im Unternehmen nennen Fachquellen wie activemind mehrere Datenschutz-Prüfpunkte, darunter den Abgleich des Adressbuchs, die Verarbeitung von Metadaten in den USA und Unterschiede zwischen den Business-Varianten. Ob und wie ein Messenger eingesetzt wird, ist im Einzelfall zu klären. Rückrufwunsch und Telefon kommen ohne Messenger aus.

Stellen in mehreren Sprachen

In vielen Berufen, die der Mittelstand sucht, hat ein großer Teil der Beschäftigten eine andere Erstsprache. Laut Destatis haben 41 Prozent der Berufskraftfahrer im Güterverkehr und 55 Prozent der Beschäftigten in der Lebensmittelherstellung eine Einwanderungsgeschichte, im Durchschnitt aller Beschäftigten sind es 27 Prozent (Mikrozensus 2025, Pressemitteilung vom 28.09.2026). Die Bundesagentur für Arbeit beziffert den Anteil ausländischer Beschäftigter in Engpassberufen auf rund 14 Prozent, doppelt so viel wie 2014.

Für Fahrdienst, Lager oder Produktion kann es deshalb sinnvoll sein, Stellen zusätzlich auf Englisch, Polnisch oder in einer anderen Sprache anzubieten. Technisch braucht jede Sprachfassung eine eigene Adresse, gegenseitige Verweise per hreflang und eigene strukturierte Daten mit dem Text in dieser Sprache. Die Kurzbewerbung sollte in derselben Sprache funktionieren wie die Stelle. Details zum Aufbau stehen im Eintrag Mehrsprachige Website.

Google for Jobs: der Weg in die Jobsuche

Bei vielen Suchen nach Stellen zeigt Google einen eigenen Block mit Stellenangeboten. Google sammelt diese Angebote nicht ein, sondern liest sie aus strukturierten Daten vom Typ JobPosting, die im Quelltext einzelner Stellenseiten stehen. Eine Anmeldung gibt es nicht, Gebühren erhebt Google nicht, eine Anzeige garantiert Google aber auch nicht.

Für die Karriereseite folgt daraus zweierlei: Jede Stelle braucht ihre eigene Seite, und die strukturierten Daten müssen genau zum sichtbaren Text passen. Am zuverlässigsten gelingt das, wenn beide aus denselben Feldern im Redaktionssystem entstehen. Ist eine Stelle besetzt, verschwindet sie von der Website und aus der Jobsuche. Welche Felder Google verlangt und wie abgelaufene Stellen entfernt werden, beschreibt der Eintrag Google for Jobs.

Eigene Karriereseite, Bewerbermanagementsystem oder Jobbörse

Es gibt mehrere Wege zu einer Karriereseite, und sie schließen sich nicht aus. Bewerbermanagementsysteme, auch ATS genannt (Applicant Tracking System), bringen meist eine eigene Karriereseite als Vorlage mit. Eine eigene Karriereseite im Redaktionssystem der Website lässt sich frei gestalten und kann Bewerbungen per E-Mail oder über eine Schnittstelle an ein solches System weitergeben.

WegGestaltungBewerberverwaltungPasst, wenn …
Eigene Karriereseite im Redaktionssystemfrei, im Stil der MarkeE-Mail oder Weitergabewenige bis mittlere Zahl Stellen, Marke, Ladezeit und Sprachen zählen
Karriereseite eines BewerbermanagementsystemsVorlage des Anbietersim Systemviele Stellen, mehrere Beteiligte, Prozess wichtiger als Gestaltung
Eigene Karriereseite plus System per Schnittstellefreiim Systemwachsende Unternehmen, die beides brauchen
Nur Jobbörsenkeine eigeneim Portaleinzelne, kurzfristige Besetzungen

Jobbörsen und Software zum Verteilen einer Stelle auf viele Portale (Multiposting) bleiben auch mit eigener Karriereseite nützlich, um mehr Menschen zu erreichen. Die Karriereseite ist dann die Quelle, auf die alle Kanäle verweisen und deren Angaben überall gleich sind.

Kosten am Markt

Die folgenden Preise sind Angaben der Anbieter selbst, ohne Gewähr auf Vollständigkeit. Ob sie netto oder brutto gelten, steht nicht bei allen dabei.

PostenPreis laut AnbieterStand
Google-Jobsuchekeine GebührenGoogle, 2026
Indeedbis zu drei kostenlose Anzeigen im Monat; Premium nach Budget, pro Klick oder begonnener Bewerbung29.04.2026
StepStoneab 1.449 € je Anzeige für 30 Tage; Abo ab 249 € im Monat bei 12 Monaten Laufzeit01.10.2026
JOIN (Software)17 € oder 34 € je Stelle und Monat bei jährlicher Zahlung, zzgl. MwSt.01.10.2026
softgarden (Software)ab 199 € im Monat, laut VergleichsportalAug. 2026
Karriereseite durch eine AgenturBeispiel rudel-recruiting: ab 4.900 € (bis 50 Mitarbeitende), ab 11.900 € (50 bis 250), Schnittstelle zum ATS 5.000 bis 10.000 €27.11.2024

Quellen: Preisseiten von Indeed, StepStone, JOIN und rudel-recruiting, bewerbermanagement.org (Anbieterangaben).

Eine Karriereseite im eigenen Redaktionssystem verursacht keine Gebühren je Stelle, wohl aber Kosten für Hosting und Wartung der Website. Kommt ein Bewerbermanagementsystem hinzu, fallen dessen Lizenzkosten zusätzlich an. Welcher Weg sich rechnet, hängt vor allem von der Zahl der Stellen im Jahr und der Zahl der Beteiligten ab.

Die häufigsten Fehler

  • Stellen nur als PDF. Auf dem Smartphone schwer lesbar und für die Google-Jobsuche nicht auswertbar.
  • Floskeln statt Zahlen. „Attraktive Vergütung“ und eine lange Vorteilsliste ersetzen keine Angabe zu Gehalt, Arbeitszeit und Einsatzort.
  • Lange Formulare. Pflicht-Anschreiben, Benutzerkonto und doppelte Felder kosten Bewerbungen.
  • Besetzte Stellen bleiben online. Bewerber melden sich auf Stellen, die es nicht mehr gibt, und Google erlaubt abgelaufene Stellen in der Jobsuche nicht.
  • Keine Antwort. Eine Eingangsbestätigung ohne nächsten Schritt lässt Bewerber im Ungewissen.
  • Ausbildung als Nebensatz. Ein Absatz unter „Karriere“ beantwortet nicht die Fragen von Schülern und Eltern.
  • Pflege nur über Dritte. Wenn jede Änderung über eine Agentur läuft, bleiben Stellen länger veraltet.

Prüfliste für eine Karriereseite

  1. Jede Stelle hat eine eigene Seite mit eigener Adresse, erreichbar ohne Login.
  2. Auf jeder Stellenseite stehen Aufgaben, Arbeitszeit, Gehalt, Beginn, Einsatzort, Anforderungen und eine Ansprechperson mit Namen.
  3. Der Stellentitel nennt den Beruf, ohne Ort, Gehalt oder Werbeslogan.
  4. Die Kurzbewerbung ist auf dem Smartphone in wenigen Minuten erledigt, ohne Konto und ohne Pflicht-Anschreiben.
  5. Das Formular lässt sich per Tastatur bedienen, Fehlermeldungen sind verständlich.
  6. Nach dem Absenden folgt eine Bestätigung mit nächstem Schritt und Antwortzeit.
  7. Ausbildungsberufe haben eine eigene Seite mit Vergütung je Lehrjahr, Plätzen, Übernahme und Kontakt.
  8. Sprachfassungen haben eigene Adressen und verweisen per hreflang aufeinander.
  9. Jede Stellenseite enthält JobPosting, passend zum sichtbaren Text.
  10. Besetzte Stellen verschwinden automatisch zum Ablaufdatum.
  11. Die Personalabteilung kann Stellen selbst anlegen, ändern und beenden.
  12. Gehaltsangabe, Formulierung und Datenschutz von Formular und Messenger sind rechtlich geprüft.

Konzept

Aus der Praxis

Konzept für HINSEN Anlagenbau: Die Personalabteilung pflegt die Stelle „Ausbildung Mechatroniker (m/w/d)“ im Redaktionssystem, links das Formular, rechts die Live-Vorschau, oben die Sprachreiter DE und EN und der Knopf „Zur Freigabe“

HINSEN Anlagenbau

Für den fiktiven Sondermaschinenbauer HINSEN aus dem Neusser Süden hat H&H Creative eine Website mit eigener Ausbildungsseite entworfen. Vergütung, Plätze und Übernahme stehen dort ganz oben, ein feststehender Button führt direkt in einen Messenger-Chat mit den Azubis. Die Personalabteilung pflegt Stellen und Ausbildungsberufe selbst im Redaktionssystem: Formular links, Live-Vorschau rechts, Sprachfassungen in eigenen Reitern und ein Freigabeschritt vor der Veröffentlichung.

Ausbildung
eigene Seite mit Messenger-Kontakt zu den Azubis
Pflege
Redaktionssystem mit Vorschau und Freigabe
Sprachen
DE · EN · PL
Projekt HINSEN Anlagenbau ansehen

Weiterlesen bei H&H Creative

Häufige Fragen

Was ist eine Karriereseite?

Eine Karriereseite ist der Bereich der eigenen Website, in dem ein Unternehmen offene Stellen veröffentlicht, sich als Arbeitgeber zeigt und Bewerbungen annimmt. Jede Stelle hat eine eigene Seite mit Aufgaben, Arbeitszeit, Gehalt, Einsatzort und Bewerbungsweg.

Ist Indeed eine Karriereseite?

Nein. Indeed ist eine Jobbörse, auf der viele Arbeitgeber Anzeigen schalten. Eine Karriereseite liegt auf der eigenen Domain des Unternehmens, Inhalt, Gestaltung und Aktualität bestimmt das Unternehmen selbst.

Welche Angaben gehören auf eine Stellenseite?

Aufgaben, Arbeitszeit oder Schicht, Gehalt oder Gehaltsspanne, Beginn, Einsatzort, Anforderungen, eine Ansprechperson mit Namen und der Weg zur Bewerbung. Laut StepStone sind unklare Angaben zu den Jobdetails der häufigste Grund, eine Bewerbung abzubrechen.

Muss das Gehalt in die Stellenanzeige?

Die EU-Richtlinie 2023/970 gibt Bewerbern ein Recht auf Information über das Einstiegsentgelt oder dessen Spanne. Ein deutsches Umsetzungsgesetz lag laut NAVIT im August 2026 noch nicht vor. Was daraus für die einzelne Anzeige folgt, ist eine Frage des Einzelfalls. Unabhängig davon bewerben sich laut einer Indeed-Umfrage 61 Prozent der Befragten in Deutschland eher auf Anzeigen mit Gehaltsangabe.

Was kostet eine Karriereseite?

Das hängt vom Weg ab. Agenturen nennen für eigene Karriereseiten Einstiegspreise im vier- bis fünfstelligen Bereich, Bewerbermanagement-Software kostet laufend je Stelle oder Monat, Jobbörsen je Anzeige oder Bewerbung. Die Google-Jobsuche selbst ist kostenlos.

Braucht ein Unternehmen ein Bewerbermanagementsystem?

Bei vielen Stellen und mehreren Beteiligten im Auswahlprozess erleichtert ein Bewerbermanagementsystem die Verwaltung. Bei wenigen Stellen im Jahr reicht oft eine Karriereseite im eigenen Redaktionssystem, deren Bewerbungen per E-Mail ankommen. Beides lässt sich über eine Schnittstelle verbinden.

Kann die Personalabteilung Stellen selbst pflegen?

Ja, wenn die Stellen im Redaktionssystem als Formular mit festen Feldern angelegt sind. Pflichtfelder für Gehalt, Arbeitszeit und Ablaufdatum verhindern unvollständige Anzeigen, eine Vorschau und ein Freigabeschritt sichern die Veröffentlichung ab.

Lohnt sich eine eigene Ausbildungsseite?

Laut BIBB blieben 2025 rund 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt, während rund 84.400 junge Menschen weiter suchten. Eine eigene Seite mit Vergütung je Lehrjahr, Zahl der Plätze, Übernahme und Ansprechperson beantwortet die Fragen, die Schüler und Eltern vor einer Bewerbung haben.

Sollten Stellen auch auf Englisch oder Polnisch erscheinen?

Dort, wo viele Bewerber eine andere Erstsprache haben, kann das sinnvoll sein. Laut Destatis haben 41 Prozent der Berufskraftfahrer im Güterverkehr eine Einwanderungsgeschichte. Jede Sprachfassung braucht eine eigene Adresse und eigene strukturierte Daten.

Dürfen Bewerber per WhatsApp schreiben?

Fachquellen nennen beim Einsatz von WhatsApp im Unternehmen mehrere Datenschutz-Prüfpunkte, darunter den Abgleich des Adressbuchs und die Verarbeitung von Metadaten in den USA. Die Beurteilung hängt vom Einzelfall ab. Rückrufwunsch, Telefon und Kurzbewerbung sind Wege, die ohne Messenger auskommen.

Porträt von Tim Höltkemeyer

Geschrieben von

Tim Höltkemeyer

Mitgründer von H&H Creative in Düsseldorf. Im Erstgespräch lässt sich in 15 Minuten klären, was dieses Thema für die eigene Website bedeutet.

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Verwandte Einträge

Quellen

20 Quellen, abgerufen am . Primärquellen stehen zuerst.

  1. Google Search Central: Job posting structured data Primärquelle · Stand 08.09.2026
  2. Google for Jobs: Informationen für Arbeitgeber Primärquelle
  3. Richtlinie (EU) 2023/970 zur Entgelttransparenz Gesetz · 10.05.2023
  4. BIBB: Der Ausbildungsmarkt im Jahr 2025 Behörde · 10.12.2025
  5. Destatis: Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte 2025 in vielen Mangelberufen überdurchschnittlich stark vertreten Behörde · 28.09.2026
Weitere 15 Quellen anzeigen
  1. Bundesagentur für Arbeit: Fachkräfteengpassanalyse 2025 (Presseinformation) Behörde · 02.09.2026
  2. W3C: What's New in WCAG 2.2 Standard · 05.10.2023
  3. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Leitfaden „Fair in den Job!“ Behörde
  4. Indeed: Gehaltstransparenz, Deutschland europaweit Schlusslicht Studie · 19.05.2026
  5. Bertelsmann Stiftung: Was Unternehmen heute versprechen Studie · Juli 2025
  6. StepStone: Bewerbungsprozess optimieren Studie · 18.02.2025
  7. softgarden: Candidate Experience Studie 2026 Studie · 2026
  8. softgarden: Karriere-Websites, was wollen Bewerber? Studie · 11.06.2024
  9. NAVIT: Entgelttransparenzgesetz 2026 Fachmedium · 10.08.2026
  10. activemind: Datenschutzkonformer Einsatz von WhatsApp Fachmedium · 2024
  11. StepStone: Stellenanzeige aufgeben (Preise) Anbieterangabe · Stand 01.10.2026
  12. Indeed: Preismodell und Kosten für Stellenanzeigen Anbieterangabe · 29.04.2026
  13. JOIN: Preise Anbieterangabe · Stand 01.10.2026
  14. bewerbermanagement.org: Preise softgarden Anbieterangabe · Aug. 2026
  15. rudel-recruiting: Preise Karriereseite Anbieterangabe · 27.11.2024

Checkliste

Neue Website oder Relaunch: Lohnt sich die Investition?

In sieben Schritten prüfen, ob sich eine neue Website für das eigene Unternehmen lohnt.

Inhalt

  1. Was Bewerber auf einer Karriereseite suchen
  2. Eine Seite je Stelle
  3. Kurzbewerbung in wenigen Minuten
  4. Ausbildungsseite für Schüler und Eltern
  5. Stellen in mehreren Sprachen
  6. Google for Jobs: der Weg in die Jobsuche
  7. Eigene Karriereseite, Bewerbermanagementsystem oder Jobbörse
  8. Die häufigsten Fehler
  9. Prüfliste für eine Karriereseite
  10. Aus der Praxis
  11. Häufige Fragen
  12. Quellen