Relaunch & Technik
Redaktionssystem (CMS): Wie Unternehmen das passende System wählen
Kurz erklärt
Ein Redaktionssystem (Content-Management-System, kurz CMS) ist eine Software, mit der Mitarbeitende die Inhalte einer Website, etwa Texte, Bilder, Stellenanzeigen oder Produktdaten, ohne Programmierkenntnisse anlegen, ändern und veröffentlichen. Inhalt und Gestaltung sind getrennt gespeichert. Rollen, Freigaben und Versionen regeln, wer was ändern und veröffentlichen darf.
- Typen
- klassisch, Headless, Baukasten, statisch ohne CMS
- Verbreitung
- WordPress auf 40,2 % aller Websites (W3Techs, 01.10.2026)
- Sicherheit
- 91 % der WordPress-Schwachstellen 2025 in Plugins (Patchstack)
- Vor der Wahl klären
- Rollen, Freigaben, Tarifgrenzen, Ausstieg
Inhalt 12 Abschnitte
- Was mit Redaktionssystem gemeint ist
- Vier Typen im Vergleich
- Wann sich ein Redaktionssystem lohnt und wann nicht
- Rollen, Freigaben, Versionen und Vorschau
- Sicherheit und Wartung
- Lizenz, Abhängigkeit und Ausstieg
- Was ein Redaktionssystem kostet
- Die häufigsten Fehler
- Checkliste vor der Systemwahl
- Aus der Praxis
- Häufige Fragen
- Quellen
Ein Redaktionssystem legt fest, wer im Unternehmen Inhalte der Website selbst ändern kann, wie schnell eine neue Stelle oder eine Messe-News online ist und wie viel Wartung im Hintergrund anfällt. Die Definition ist schnell erklärt. Die eigentliche Entscheidung betrifft die Organisation dahinter: welche Inhalte sich regelmäßig ändern, wer sie pflegt, wer freigibt und wie abhängig das System von Agentur oder Anbieter macht.
Was mit Redaktionssystem gemeint ist
Im Zusammenhang mit Websites sind Redaktionssystem, Content-Management-System und CMS dasselbe. Jedes CMS besteht aus drei Teilen: einer Eingabe mit Formularen, Medienverwaltung und Benutzerkonten, einem Speicher, meist einer Datenbank, und einer Ausgabe, die aus Inhalten und Vorlagen die sichtbare Seite zusammensetzt. Eine Stellenanzeige liegt dort zum Beispiel nicht als fertige Seite vor, sondern als Satz von Feldern: Titel, Arbeitszeit, Beginn, Einsatzort, Sprache, Status.
Nicht gemeint
XML-Redaktionssysteme, auch Component-Content-Management-Systeme (CCMS) genannt, etwa SCHEMA ST4 oder COSIMA. Mit ihnen erstellen Technische Redaktionen Betriebsanleitungen aus wiederverwendbaren Bausteinen und geben sie in mehreren Formaten und Sprachen aus. Gerade im Maschinen- und Anlagenbau sind beide Systeme oft im Einsatz, sie lösen aber verschiedene Aufgaben.
Ebenfalls etwas anderes sind ein CRM für Kundenkontakte, ein DMS für interne Dokumente und ein PIM für Produktdaten. Ein CMS kann Daten aus solchen Systemen anzeigen, ersetzt sie aber nicht.
Vier Typen im Vergleich
Für Unternehmenswebsites kommen vier Bauweisen infrage. Klassische Systeme wie WordPress, TYPO3 oder Drupal vereinen Eingabe und Ausgabe in einer Software und werden über Plugins oder Extensions erweitert. Headless-Systeme wie Directus, Strapi oder Storyblok liefern Inhalte nur über eine Schnittstelle, ein eigenes Frontend stellt sie dar. Baukästen wie Wix, Jimdo oder Webflow bringen Software, Hosting und Updates aus einer Hand mit. Statische Websites ohne CMS bestehen aus fertigen HTML-Dateien, Änderungen übernimmt ein Dienstleister.
| Typ | Pflege durch Fachabteilungen | Technische Wartung | Daten und Wechsel |
|---|---|---|---|
| Klassisch (WordPress, TYPO3, Drupal) | gut, oft mit freiem Seitenbau | hoch Kern, Plugins, Themes, PHP | eigener Server, Export möglich |
| Headless (Directus, Strapi, Storyblok) | gut bei sauberen, festen Feldern | mittel CMS-Updates bei Eigenbetrieb, Frontend oft statisch | eigene Datenbank oder Export per Schnittstelle |
| Baukasten (Wix, Jimdo, Webflow) | sehr einfach, Drag and Drop | gering übernimmt der Anbieter | eingeschränkt, Wix nicht exportierbar |
| Statisch ohne CMS | nicht vorgesehen, Pflege über Dienstleister | sehr gering | vollständig beim Unternehmen |
Einordnung auf Grundlage der Herstellerangaben und Studien in den Quellen dieses Eintrags, Stand 01.10.2026.
Bei Headless-Systemen entscheidet die Ausgabe darüber, was Suchmaschinen sehen. Google empfiehlt für Inhalte aus JavaScript-Anwendungen serverseitiges oder statisches Rendering und nennt das frühere dynamische Rendering „a workaround and not a long-term solution“. Wird die Website beim Veröffentlichen statisch erzeugt, stehen die Inhalte direkt im ausgelieferten HTML.
Verbreitung und Ladezeit 2026
Quelle: W3Techs, Stand 01.10.2026.
TYPO3 kommt weltweit auf 0,5 Prozent der Websites mit erkennbarem CMS, bei .de-Domains auf 6,7 Prozent. Headless-Systeme tauchen in den Ranglisten kaum auf. Vermutlich hinterlassen statisch ausgelieferte Seiten zu wenige Spuren und landen in der Gruppe „ohne erkennbares CMS“. Der Web Almanac 2025 des HTTP Archive misst mit anderer Stichprobe und Methode: Dort nutzen gut 54 Prozent der Websites ein CMS, davon rund 64 Prozent WordPress.
Der Web Almanac ordnet die Unterschiede selbst ein: Das System wirkt vor allem über Vorgaben, Voreinstellungen und Werkzeuge, über das Ergebnis entscheidet die Umsetzung. Was die drei Messwerte bedeuten, erklärt der Eintrag zu den Core Web Vitals.
Wann sich ein Redaktionssystem lohnt und wann nicht
| Ein Redaktionssystem passt, wenn … | Ohne Redaktionssystem genügt es, wenn … |
|---|---|
| sich Inhalte monatlich oder häufiger ändern, etwa Stellen, News, Referenzen oder Datenblätter | sich die Website wenige Male im Jahr ändert, etwa ein Onepager oder eine Imageseite |
| mehrere Abteilungen pflegen, jede für ihren Bereich | niemand im Unternehmen die Pflege als Aufgabe hat |
| es interne Freigaben gibt, etwa durch Fachbereich oder Geschäftsführung | Änderungen ohnehin über die Agentur laufen sollen |
| mehrere Sprachfassungen gepflegt werden | der eigentliche Bedarf ein anderes System ist: Shop, Intranet oder CCMS |
Ein Redaktionssystem schafft die Möglichkeit zur Pflege, nicht die Zuständigkeit dafür. Wo niemand die Aufgabe hat, ist eine statische Website oft wartungsärmer: keine Plugin-Updates, weniger Angriffsfläche, jede Änderung ein kleiner Auftrag. Für eine kleine Website beschreibt der Eintrag Onepager die Abwägung. Wer Stellen regelmäßig veröffentlicht, profitiert dagegen von festen Feldern, aus denen auch die Daten für Google for Jobs entstehen.
Merksatz
Nicht die Größe des Unternehmens entscheidet, sondern wie oft sich Inhalte ändern und wie viele Personen sie pflegen.
Rollen, Freigaben, Versionen und Vorschau
In Unternehmen mit mehreren Abteilungen ist das Rechtemodell wichtiger als die Oberfläche. Die Personalabteilung soll Stellen pflegen, der Vertrieb Referenzen, und die Geschäftsführung will vor der Veröffentlichung prüfen.

HINSEN Anlagenbau (fiktives Unternehmen): Die Personalabteilung pflegt eine Stelle in festen Feldern, rechts erscheint die Vorschau, „Zur Freigabe“ übergibt den Entwurf. Gestaltet von H&H Creative · Konzept
| Rolle | darf | darf nicht |
|---|---|---|
| Administration (IT oder Agentur) | Felder, Nutzer und Technik einrichten | – |
| Redaktion Marketing | Seiten und News bearbeiten, zur Freigabe stellen | Nutzer anlegen, Struktur ändern |
| Fachredaktion Personal | Stellen anlegen und bearbeiten | andere Bereiche ändern |
| Übersetzung | Sprachfassungen bearbeiten | das Original ändern |
| Freigabe (Leitung) | Entwürfe prüfen und veröffentlichen | – |
Freigaben laufen meist über einen Status, den nur bestimmte Rollen setzen dürfen:
- Fachredaktion legt anEntwurf
- Fachredaktion reicht einIn Prüfung
- Freigabe gibt freiVeröffentlicht
- Redaktion nimmt offlineArchiviert
Versionen halten fest, wer wann was geändert hat, und erlauben das Zurücksetzen. Wie lange die Historie aufbewahrt wird, ist bei manchen Anbietern eine Tariffrage. Die Vorschau zeigt einen Entwurf im echten Layout, bevor er erscheint. Bei statisch erzeugten Websites braucht sie eine eigene, geschützte Vorschau-Adresse, die Entwürfe serverseitig darstellt.
Gerade Freigaben hängen bei Headless-Anbietern oft vom Tarif ab. Laut den Preisseiten vom 01.10.2026 gibt es eigene Workflows bei Storyblok erst ab dem individuell bepreisten Premium-Tarif, Review Workflows bei Strapi nur in der Enterprise-Fassung. Bei mehreren Sprachen kommt der Übersetzungsstatus je Inhalt hinzu, mehr dazu im Eintrag Mehrsprachige Website.
Aus der Praxis · KundenprojektKossivi’s Hope e.V. · pflegt DE, EN und FR selbst
Sicherheit und Wartung
Die ausführlichsten Zahlen gibt es für WordPress. Der Sicherheitsanbieter Patchstack hat für 2025 alle gemeldeten Schwachstellen im WordPress-Umfeld ausgewertet:
Quelle: Patchstack, State of WordPress Security in 2026 (25.02.2026).
Im WordPress-Kern selbst zählte Patchstack sechs Schwachstellen. Der verbreitete Satz „WordPress ist unsicher“ ist deshalb eine pauschale Branchenmeinung. Die Zahlen zeigen, dass das Risiko vor allem in Erweiterungen und in fehlender Wartung liegt. Automatische Updates für Plugins und Themes gibt es seit WordPress 5.5, sie müssen laut wordpress.org aber für jedes Plugin einzeln eingeschaltet werden.
Auch bei TYPO3 gehören größere Versionswechsel zum Betrieb. Laut Roadmap endet der reguläre Support für Version 12 im Jahr 2026, für Version 13 im Jahr 2027 und für die im April 2026 erschienene Version 14 im Jahr 2029. Danach bietet TYPO3 kostenpflichtigen erweiterten Support an.
Headless-Systeme hinter einer statischen Website liefern die öffentlichen Seiten nicht selbst aus. Das verkleinert die öffentlich erreichbare Fläche, ersetzt aber weder Updates des CMS noch einen gut geschützten Zugang zur Redaktionsoberfläche.
Lizenz, Abhängigkeit und Ausstieg
Wie leicht sich ein System später verlassen lässt, steht selten im Angebot, aber in der Dokumentation der Anbieter:
„Da Wix eine SaaS-Lösung ist, muss deine Website auf den Servern von Wix laufen.“
Wix Hilfe-Center, Website exportieren (Stand 01.10.2026)
Webflow erlaubt einen Code-Export nur in bezahlten Workspace-Tarifen. Laut Webflow-Hilfe fehlen darin CMS-Inhalte, Nutzerkonten, Shop-Daten und Sprachfassungen, Formulare und Suche funktionieren nach dem Export nicht. Ein Wechsel bedeutet in beiden Fällen weitgehend einen Neubau, mit neuen Adressen und einem Plan für 301-Weiterleitungen.
Auch Lizenzmodelle ändern sich. Directus etwa wechselte mit Version 12 (2026) von der Business Source License zu einer eigenen Lizenz mit Lizenzschlüssel. Die Angaben des Anbieters:
- Lizenz. Monospace Sustainable Core License 1.0 (MSCL-1.0-GPL). Laut Lizenztext steht jede Version vier Jahre nach Erscheinen zusätzlich unter der GPL-3.0 zur Verfügung.
- Ohne Lizenzschlüssel. Selbst gehostete Instanzen laufen laut Release Notes im Core-Tarif. Single Sign-on und eigene Regeln in Zugriffsrichtlinien setzen eine gültige Lizenz voraus.
- Core-Tarif. 0 USD, 3 Nutzer, 25 Collections, 5 Flows, Revisionen 30 Tage, kein Single Sign-on.
- Team-Tarif. 499 USD im Monat bei jährlicher, 599 USD bei monatlicher Zahlung, 10 Nutzer mit Single Sign-on, 50 Collections, 20 Flows, Revisionen 90 Tage. Enterprise nach Vereinbarung.
- Open Innovation Grant. Organisationen mit unter 5 Mio. USD Jahresumsatz und unter 50 Mitarbeitenden erhalten vollen Zugang ohne Softwarekosten. Maßgeblich sind laut Lizenzdokumentation die Rechtsträger, deren Vertreter sich in der Redaktionsoberfläche anmelden.
Quelle: directus.com/pricing, Lizenzdokumentation und Release Notes v12, Stand 01.10.2026. Ob und welche Lizenzkosten im Einzelfall anfallen, hängt von Unternehmen und Nutzung ab.
Unabhängig vom System gilt: Domain, Hosting-Konto, ein Administrationszugang und der Quellcode sollten dem Unternehmen zugänglich sein. Welche Regelungen dazu in Verträgen nötig sind, ist eine Frage des Einzelfalls.
Was ein Redaktionssystem kostet
Die Lizenz ist bei vielen Systemen der kleinste Posten. Die Kosten entstehen bei Einrichtung, Hosting, Wartung und, bei manchen Anbietern, durch Nutzer- oder Funktionsgrenzen der Tarife. Die folgenden Spannen sind Angaben von Anbietern und Agenturen, keine Studienwerte.
| Kostenblock | Spanne | Quelle |
|---|---|---|
| Lizenz WordPress, TYPO3 | 0 € (GPL), Premium-Erweiterungen extra | Lizenz der Systeme |
| Lizenz Headless als Dienst | 0 bis 349 USD im Monat in den Standardtarifen | Anbieterangabe Storyblok |
| Lizenz Headless selbst gehostet | 0 bis 45 USD (Strapi), 0 bis 499 USD (Directus) im Monat | Anbieterangabe Strapi, Directus |
| Baukasten Webflow | 15 bis 25 USD im Monat je Website, dazu Plätze ab 15 USD | Anbieterangabe Webflow |
| Einrichtung CMS | ab 1.450 € | Anbieterangabe Agentur in Düsseldorf |
| TYPO3-Projekt | 30.000 bis 60.000 €, mehrsprachig 60.000 bis 120.000 € | Anbieterangabe cybay |
| Wartung TYPO3 | 10 bis 15 % der Projektkosten im Jahr, Versionswechsel 5.000 bis 20.000 € | Anbieterangabe cybay |
| Wartung WordPress | 80 bis 350 € im Monat je nach Paket | Anbieterangabe rheinspace |
Preise netto laut den jeweiligen Websites, abgerufen am 01.10.2026. Die Einrichtungsangabe stammt von MediaUp, Düsseldorf.
Für den Vergleich zählen die laufenden Kosten über mehrere Jahre, nicht nur der Projektpreis. Dazu gehört die Frage, ab welcher Zahl von Nutzern, Sprachen oder Funktionen ein Tarif wechselt.
Die häufigsten Fehler
- Viele Plugins. Jede Erweiterung ist zusätzliche Angriffsfläche und eine weitere Update-Abhängigkeit, 91 Prozent der WordPress-Schwachstellen 2025 lagen in Plugins.
- Kein Wartungsplan. Updates werden nicht eingespielt, obwohl stark angegriffene Lücken im Median nach fünf Stunden massenhaft ausgenutzt werden.
- Alle sind Administrator. Geteilte Zugänge, keine Rollen und kein geregelter Ablauf, wenn jemand das Unternehmen verlässt.
- Freier Seitenbau statt fester Felder. Gestaltung und Überschriften werden uneinheitlich, Alt-Texte fehlen. ATAG 2.0 des W3C beschreibt, wie Redaktionswerkzeuge barrierefreie Inhalte unterstützen sollen.
- Tarifgrenzen übersehen. Nutzer, Sprachen oder Freigaben passen nicht in den gewählten Tarif, der Wechsel verursacht ungeplante laufende Kosten.
- Ausstieg nicht bedacht. Inhalte lassen sich nicht oder nur teilweise exportieren, ein späterer Wechsel wird zum Neubau.
- Mehrsprachigkeit nachträglich. Felder und Adressen müssen umgebaut werden, statt von Anfang an vorgesehen zu sein.
Checkliste vor der Systemwahl
- Welche Inhalte ändern sich wie oft, und wer ist jeweils zuständig?
- Welche Rollen gibt es, und wer gibt frei?
- Wie viele Personen brauchen einen eigenen Zugang?
- Welche Sprachen werden gepflegt, und wer übersetzt?
- Welche Inhalte brauchen feste Felder, etwa Stellen, Referenzen oder Datenblätter?
- Müssen Daten aus ERP, PIM oder Bewerbermanagement übernommen werden?
- Wer übernimmt Updates, Backups und Sicherheitsüberwachung, zu welchen laufenden Kosten?
- Wo wird gehostet, und welche Datenschutzfragen sind zu klären?
- Wem gehören Domain, Hosting-Konto, Administrationszugang und Quellcode?
- Wie kommen Inhalte bei einem Wechsel heraus: Export, Schnittstelle oder Datenbank?
- Welche Lizenz gilt, und was ändert sich ab welcher Nutzerzahl oder Unternehmensgröße?
- Wie sind Vorschau, Versionen und Zurücksetzen gelöst?
Kundenprojekt
Aus der Praxis
Kossivi's Hope e.V.
Der Verein Kossivi's Hope pflegt seine Website selbst, in drei Sprachen: Deutsch, Englisch und Französisch. Die Seiten entstehen mit Astro, die Inhalte liegen im Headless-Redaktionssystem Directus. Inhalt und Gestaltung sind damit so getrennt, wie es dieser Eintrag beschreibt.
- Sprachen
- DE · EN · FR
- Technik
- Astro + Directus
- Pflege
- durch den Verein selbst
Weiterlesen bei H&H Creative
Häufige Fragen
Ist „Redaktionssystem“ dasselbe wie CMS?
Für Websites ja, beide Begriffe meinen dieselbe Software. In der Technischen Dokumentation bezeichnet „Redaktionssystem“ dagegen XML-Redaktionssysteme (CCMS), mit denen Betriebsanleitungen modular erstellt werden. In Verlagen und Rundfunkhäusern gibt es eigene Redaktionssysteme für Print und Sendung.
Was ist der Unterschied zwischen CMS und CRM?
Ein CMS verwaltet die Inhalte der Website. Ein CRM verwaltet Kundenkontakte, Anfragen und Vertriebsvorgänge. Verbunden werden beide oft über Formulare, deren Anfragen direkt im CRM landen.
Ist WordPress ein CMS?
Ja, ein klassisches Open-Source-CMS. Laut W3Techs läuft WordPress am 01.10.2026 auf 40,2 Prozent aller Websites und auf 54,1 Prozent der .de-Websites mit erkennbarem CMS.
Was ist besser, WordPress oder TYPO3?
Das hängt von Rollen, Sprachen und Budget ab. TYPO3 ist in Deutschland deutlich stärker verbreitet als weltweit und bringt Rechteverwaltung und Mehrsprachigkeit mit, Agenturen setzen die Projektkosten aber höher an. Laut Web Almanac 2025 bestehen mobil 79 Prozent der TYPO3- und 45 Prozent der WordPress-Websites die Core Web Vitals.
Ist WordPress noch zeitgemäß?
WordPress wird weiter entwickelt und ist das meistgenutzte System. Das Risiko liegt laut Patchstack weniger im Kern als in Erweiterungen: 91 Prozent der 2025 gemeldeten Schwachstellen betrafen Plugins. Entscheidend sind deshalb wenige, gepflegte Erweiterungen und regelmäßige Updates.
Was bedeutet „headless“?
Ein Headless-CMS hat keine eigene Ausgabe. Es liefert Inhalte über eine Schnittstelle an ein separates Frontend, etwa eine statisch erzeugte Website. Das gibt Freiheit bei Gestaltung und Technik, Vorschau und Frontend müssen aber eigens gebaut werden.
Welches CMS ist das einfachste?
Einfachheit hängt mehr vom Aufbau der Eingabemasken ab als vom Produkt. Wenige feste Felder für eine Stellenanzeige sind leichter zu pflegen als ein freier Seitenbaukasten. Baukästen wie Wix sind einfach zu bedienen, lassen sich laut Anbieter aber nicht auf einen anderen Server umziehen.
Welche kostenlosen CMS gibt es?
Ohne Lizenzgebühr nutzbar sind unter anderem WordPress und TYPO3 (GPL) sowie die Community-Edition von Strapi (MIT). Kosten entstehen trotzdem, für Einrichtung, Hosting und Wartung. Bei einigen Headless-Systemen hängen die Lizenzkosten von Nutzerzahl, Funktionen oder Unternehmensgröße ab.
Wie lässt sich erkennen, welches CMS eine Website nutzt?
Hinweise geben der Quelltext, etwa ein Generator-Eintrag oder Pfade wie /wp-content/, und Erkennungsdienste im Netz. Headless- und statisch ausgelieferte Websites sind oft nicht erkennbar. W3Techs zählt 31,5 Prozent der Websites ohne erkennbares CMS.
Kann das CMS später gewechselt werden?
Ja, mit einer Bestandsaufnahme der Inhalte, einer Zuordnung der Felder und 301-Weiterleitungen für geänderte Adressen. Bei Baukästen bedeutet ein Wechsel meist einen Neubau, weil sich Inhalte nur eingeschränkt oder gar nicht exportieren lassen.
Verwandte Einträge
Quellen
20 Quellen, abgerufen am . Primärquellen stehen zuerst.
- Directus: Pricing Primärquelle · Stand 01.10.2026
- Directus: Licensing Overview Primärquelle · Stand 01.10.2026
- Directus: Release v12.0.0 (Lizenz und Core-Tarif) Primärquelle
- Directus: Monospace Sustainable Core License 1.0 (Lizenztext) Primärquelle
- Wix Hilfe-Center: Deine Website von Wix exportieren oder an anderer Stelle einbetten Primärquelle
Weitere 15 Quellen anzeigen
- Webflow Help Center: How do I export my Webflow site code? Primärquelle
- WordPress.org: Plugins and Themes Auto-Updates Primärquelle
- TYPO3: Development Roadmap Primärquelle · Stand 01.10.2026
- Google Search Central: Dynamic rendering as a workaround Primärquelle · Stand 10.12.2025
- W3C: Authoring Tool Accessibility Guidelines (ATAG) 2.0 Standard · 24.09.2015
- W3Techs: Usage statistics of content management systems Studie · Stand 01.10.2026
- W3Techs: Content management systems on .de sites Studie · Stand 01.10.2026
- HTTP Archive: Web Almanac 2025, CMS Studie · 15.01.2026
- Patchstack: State of WordPress Security in 2026 Studie · 25.02.2026
- DOCUFY: Was ist ein XML-Redaktionssystem? Fachmedium · 14.04.2026
- Storyblok: Pricing Anbieterangabe · Stand 01.10.2026
- Strapi: Self-hosted pricing Anbieterangabe · Stand 01.10.2026
- Webflow: Pricing Anbieterangabe · Stand 01.10.2026
- cybay: TYPO3 CMS, Kosten und Nutzen im Vergleich Anbieterangabe
- rheinspace: WordPress-Wartungsvertrag Anbieterangabe · 10.06.2026